“Autobiografie & Retrospektive”        Rolf-Dieter Lenkewitz

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Forstarbeit ist ein wichtiger Teil meines Lebens, wie es dazu kam schildere ich auf diesen Webseiten mit einigen Texten und Bildern, die ich erhalten konnte.

Bereits 1978 habe ich in den Berliner Forsten in der Revierfösterei “Saubucht”gearbeitet. Einen in diesen frühen Jahren entstandenen Text über meine Anfänge in der Waldarbeit stelle ich voran.


Holzfällen und Holzrücken, ein Teil meines Lebens


Ein Berliner Stadtkind war ich, hatte jedoch Glück im Grürdl_starkholznen Bezirk in Zehlendorf aufzuwachsen und nicht typischerweise in den Berliner Stadtbezirken, Kreuzberg oder Neukölln, wo verschachtelte und dunkle Hinterhöfe nur vereinzelt Grün zuließen. Im Jahr 1976, gerade 18-jährig, nach Erreichen der mittleren Schulreife, jobte ich in Berlin als LKW-Fahrer für die Chemische Fabrik Preuss & Temmler. Der Umgang mit Chemikalien war gesundheitsschädlich und veranlaßten mich den Job aufzugeben und mich beim Arbeitsamt zu melden. Da ich bereits als Jugendlicher verschiedentlich in Gärtnereien arbeitete, bot mir der Arbeitsvermittler im Rahmen einer ABM-Maßnahme eine Anstellung im Berliner Grunewald, bei der Revierförsterei "Saubucht" an: Ich sagte sofort zu!
Die Aussicht im Wald zu arbeiten faszinierte mich damals sofort. Als junger Mensch prägten mich die Ein- und Vorstellungen der siebziger Jahre und die überall spürbaren Nachwehen der sechziger Bewegung. Die Hippie-Generation pflegte eine besondere Einstellung zu Natur, die durch Drogenerfahrungen und Autoren wie Carlos Castaneda, die LSD-Halluzinationen in den Landschaften Südamerikas beschrieben, weiter verklärt wurden. Das Waldarbeit mit diesen romantischen Vorstellungen nichts gemeinsam hatte wurde mir erst zu einem späteren Zeitpunkt klar.
Nur 2 Wochen später begann ich meine Arbeit im Berliner Grunewald. Meine ersten Aufgabe in der Revier- försterei bestand in der Pflege von Pflanzkulturen, im Anlegen von Wegen und im Bau von Hochsitzen. Unsere Gruppe war wegen fehlender Fachkenntnisse für Holzfällarbeiten nicht vorgesehen.
In den ersten Arbeitswochen machte ich auch keine Bekantschaft mit den westdeutschen Holzfällern, die irgendwo im Berliner Grunewald Holz einschlagen sollten.
An einem Montag wurde ich ganz unerwartet zu einem Holzrücker abkommandiert, der mit seinem 100 PS Unimog Kiefernstämme an LKW-befahrbare Wege anrückte. Meine Statur und Kraft war der Auslöser die nächsten Tage im Grunewald Ihm bei seiner schweren Arbeit zu helfen. In der Brotzeit lernte ich durch Ihn dann die westdeutschen Holzfäller kennen. Die Holzfäller waren vom Berliner Senat als Fachkräfte in Westdeutschland angeworben waren und genossen besondere Privilegien, wie z.B. kostengünstige Wohnungen und subventionierte Versicherungen.
Ich befragte Sie ausführlich nach Ihren Erfahrungen und Erlebnissen im Wald und erfuhr eine Menge unglaublicher Geschichten. Man bemerkte meine Kraft und Audauer in der Waldarbeit und für mich war es so, als wenn ein Anteil uralter Gene in mir, in dieser Tätigkeit ihre Entsprechung gefunden hätte.
Bereits zwei Jahre später arbeitete ich als fürstlicher Holzfäller in den Waldungen Fürst Fuggers Nahe Augsburg.

Meine Arbeit als selbständiger Holzfäller im Allgäu

Die Aufarbeitung von Katastrophenhölzern

Entwurf  Psychoide Fraktale in Arbeit, eine Rohfassung des Buchprojektes kann ggf. übersandt werden.

Bitte nehmen Sie zu mir Kontakt auf

r.lenkewitz@ocmts.de